Digitalität in der handlungsorientierten Lehre. Eine Pilotstudie in hybriden Räumen zur Vermittlung systemischer Timeline- und Tetralemmatechniken. [Teil 5: Diskussion]

Lessons learned? Einige der Erkenntnisse sind für mich unmittelbar handlungsleitend, andere werfen die typischen weiterführenden Fragen explorativer Studien auf und es macht Spaß, diesen Gedanken in der essayistischen Freiform einer Blogpublikation nachgehen zu können.

Wichtig scheint mir, bei der Bilanzierung zunächst Fragen der Repräsentativität zu thematisieren. Die Untersuchung war als Feldstudie unter den aktuellen Praxisbedingungen zwangsdigitaler Lehre konzipiert. Sie wäre in dieser weiterlesen

Digitalität in der handlungsorientierten Lehre. Eine Pilotstudie in hybriden Räumen zur Vermittlung systemischer Timeline- und Tetralemmatechniken. [Teil 4: Einschätzungen zum Beratungsüben]

Wie haben die übenden Studierenden das Lehrangebot wahrgenommen? Die Selbsteinschätzungen zu diesem Fragenkomplex werden hier deskriptiv bezogen auf die Einzelitems berichtet, die nach thematischen Kategorien geordnet sind, das Skalenformat ist in Teil drei, FN1, beschrieben.

Für den Einstieg in die Übung musste eine Rolle ausgesucht und innerhalb der Kleingruppe abgestimmt werden, was den Studierenden angesichts hoher und einheitlicher Zustimmungswerte nicht schwergefallen ist (Tab. eins).

Tabelle 1: Rollenwahl und Kleingruppenarbeit
  M SD
Mit der Auswahl meiner Rolle war ich zufrieden. 4.5 .7
Die Abstimmung in der Kleingruppe war schwierig. 1.6 1.0

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Digitalität in der handlungsorientierten Lehre. Eine Pilotstudie in hybriden Räumen zur Vermittlung systemischer Timeline- und Tetralemmatechniken. [Teil 3: Teilnahmepraktiken]

Was lässt sich entlang der empirischen Daten über die Teilnahmepraktiken der Studierenden sagen? Die Mehrzahl (68 %) studiert mit dem Studienschwerpunkt Sozialpädagogik, ein kleiner Teil (9 %) mit dem Schwerpunkt Organisationspädagogik, ein weiterer kleiner Teil war unentschlossen (9 %). Die meisten der Befragten haben die Lehrveranstaltung im dafür vorgesehenen 5. Semester absolviert (91 %), ein geringer Teil (je 5 %) im 7. bzw. 9. Semester. Zu diesem Bild passt, dass 32 % der Studierenden weiterlesen

Digitalität in der handlungsorientierten Lehre. Eine Pilotstudie in hybriden Räumen zur Vermittlung systemischer Timeline- und Tetralemmatechniken. [Teil 2: Didaktisches Konzept und Umsetzung]

Die Beratungsübung ist eingebettet in den Kontext einer Vorlesung zu Sozialpädagogik und Übergängen, in der neben grundlegenden Theoriezugängen (Schröer et al. 2013; Walther et al. 2020) eine Heuristik entfaltet wird, die sich am Lebenslauf orientiert und Möglichkeiten der sozialpädagogischen Unterstützung und Begleitung in und von Übergängen aufzeigt. Als eine zentrale Handlungsform steht hier Beratung im Fokus, die als hochreflexiv angelegte Hilfeform zwei Bewältigungsmomente in weiterlesen

Digitalität in der handlungsorientierten Lehre. Eine Pilotstudie in hybriden Räumen zur Vermittlung systemischer Timeline- und Tetralemmatechniken. [Teil 1: Einleitung]

Einleitung

Im Studium der Sozialpädagogik ist die Vermittlung konkreter Methoden und Techniken zentraler Bestandteil einer auf Handlungsbefähigung zielenden akademischen Ausbildung (Bolay et al. 2015). Die Hilfeform Beratung ist hierbei mehrfach bedeutsam (Bauer und Weinhardt 2016): Alle Sozialpädagog:innen nehmen in der beruflichen Praxis partiell Beratungsaufgaben wahr und nicht wenige Student:innen legen schon im Studium einen Schwerpunkt auf Beratung in ihrer spezialisierten Form, wie sie weiterlesen

Fragen – Räume – Dinge. Einige Gedanken zur Materialität des Beratungslernens mit Simulation.

Mit dem Wechsel auf die neue Professur kann ich wieder ein Beratungslabor einrichten. Lab Nummer drei wird TRIBS heißen (für Trierer Beratungssimulation) und wieder auf die bewährten BeraLab-Prinzipien aufbauen. Mit jedem Lab habe ich dazu gelernt und auch neue Forschungsfragen entwickelt – vieles ist noch nicht publiziert und zu Ende gedacht (geht das jemals in der Wissenschaft?). Die neuen Möglichkeiten an der Uni Trier werden sicherlich ihren Beitrag leisten, um mit mehr Ruhe und in einem weiterlesen

Packendes Drama, unglückliches Lehrstück. Ein paar Gedanken zum Film Systemsprenger

Löst Fragen aus: die Inszenierung sozialpädagogischen Handelns im Film Systemsprenger. Bild: pixabay/ mohamed_hassan, eigene Collage

Jetzt habe ich ihn auch angesehen, den Film, der sozialpädagogische Fachkräfte bewegt und Menschen mit anderen Berufen dazu bringt, über Soziale Arbeit nachzudenken. „Systemsprenger“ ist in allen Tageszeitungen besprochen und es gibt Interviews mit der Macherin und dem beratenden Wissenschaftler (Begleitmaterial und Featurette hier). All diesen schon geäußerten Gedanken will ich nichts weiterlesen

Wissen zu Digitalisierung – Mediatisierung – Beratung: Kommendes Themenheft des Kontext:

Digitalisierung und Mediatisierung als Querschnittsthema: Kontext Heft 2, 2020

Für die Ausgabe 2/2020 des Kontext, der peer revieweten Zeitschrift der DGSF, durfte ich die Gastherausgeberschaft übernehmen. Es wird ein Themenheft zu Digitalisierung und Neuen Medien in der Beratung werden. Die Beiträge stehen und ich freue mich, renommierte Kolleg*innen gefunden haben, die das Heft mitgestalten und ihr Wissen zur Verfügung stellen. Inhaltlich war mir wichtig, die Bandbreite des Themenkomplexes bestmöglich abzubilden, um Digitalisierungs als querschnittiges Kulturwandelphänomen weiterlesen

Richtig weitermachen oder begründet abbrechen: Was pädagogische Fachkräfte für ihre Professionalisierung bei uns mitnehmen.

Poster, Highres bei Researchgate

Letzte Woche hat die Universität Tübingen wieder ihre Pforten zum sogenannten Tübinger Fenster für Forschung geöffnet. Diese Veranstaltung bietet  allgemein verständliche und interaktive Einblicke in die Tübinger Spitzenforschung. Wir waren mit unserem innovativen Professionalisierungsprojekt ProfiL (Professionsbezogene Beratung im Lehramtsstudium) mit einem Poster vertreten. weiterlesen

Gut betreut? Lehrqualität, Betreuungsrelation und Quatsch mit Quoten in der (Weiter)Bildung

Entwicklung der Betreuungsrelationen Studierende zu hauptberuflichen
Professorinnen und Professoren nach Hochschularten von 1995
bis 2015 für die BRD. Quelle:
Wissenschaftsrat 2018, S. 19.

„Sind Studierende eigentlich anders betreut als Teilnehmer*innen in der Weiterbildung?“ fragte mich neulich eine Lernerin auf einem Kongress, in dem es auch um Schnittstellen zwischen formaler und non-formaler Bildung ging. Rasch entstand – wie üblich bei Bildungsfragen – eine muntere Diskussion um den Wert von Bildung und den aktuell offenen Fragen zur Zukunft des Hochschulpakts, den damit einhergehenden Themen Qualität und Bestandssicherung von Lehrangeboten etc. Zum weiterlesen