Professionalization instead of Profession: Common factors as a perspective for subject oriented education

How to educate social workers, teachers and medical doctors in study programs and scientific further education is a continuing question. Stichweh has some time ago shown that in modern, reflexive societies even the classic professions (medicine, theology, laws, teachers) are losing more and more of their ability to reproduce themselves along the associated theory frames (e.g. managing exclusive specific knowledge, the sole power to intervene in privacy etc.), not to speak from the so called half- or semi professions like social work. This loss of structural power of professions leads to more or less subtle changes. Regarding learning and education, real mastery instead of certificates and other signs of professional power are more than before coming in focus. Think of medical doctors that are heavily questioned from patients that already come to see them with a internet driven self-diagnosis, or a social worker being confronted with multiple instances all claiming to be responsible and competent for the case.

What works in a given domain and what enables professionals to deliver professional services in that domain is becoming more than ever a question of building personal knowledge, coming along with all the side effects about implicit knowledge building processes, assessing problems of real mastery and the limits of simple training programs versus the difference between learning and education in study programs.

Importance of differences in prior knowledge and individual recuirements: competence profiles (measured with TBKS) of a seminar group of 16 learners in a social work counseling course

Given the fact that single methods and techniques that are trained in a standardized manner to all future professionals is not the way to go to build real mastery, the subject oriented side of professionalization shows up. Using what common factors are empirically showing (e.g. Hattie for the field of learning, or Wampold and Imel for the field of psychotherapy) as the horizon for successful education, different learners have very different professional development tasks in becoming effective. Creating constructive education processes then means to identify the professional development tasks for every learner and to design a productive way to become better in the tension between individual and structural conditions and requirements. Who should learn what and when in which mode? Using tools like the BeraLab, a simulation environment for psychosocial counseling where students can lead sessions with trained actor clients, those huge differences in individual requirements and prior knowledge can be used to shape each learners’ goals in his and her zone of proximal development.

Model of subject oriented professionalization

Whilst this model of subject oriented professionalization was developed in the field of counseling research, we are now looking forward to cross domains and see what happens – on the GEPF congress using it for teacher, and on the German congress for psychosomatic medicine for psychotherapeutic research.

Leben. Lieben. Arbeiten: Systemisch Beraten

„Leben. Lieben. Arbeiten: Systemisch Beraten“ ist der Titel einer Reihe, die Jochen Schweizer (bei Vandenhoeck & Ruprecht) konzipiert hat. Ich durfte etwas zur Kompetenzorientierung beim Beratungslernen schreiben und habe heute das fertige Manuskript abgeschickt („Kompetenzorientiert systemisch Beraten lernen. Eine Gebrauchsanweisung für die eigene Professionalisierung“). Um was geht es? Ich habe das Buch genutzt, um die Sache mit der subjektorientierten Professionalisierung einmal möglichst knapp und prägnant darzustellen. Damit wird deutlich, wie vielfältig die Lernwege hin zur kompetenten Fachkraft sind und dass man gut daran tut, die eigene Professionalisierung sehr aktiv selbst in die Hand zu nehmen.

Es war ausdrücklich ein Text gewünscht, der sich an die breite Zielgruppe aller systemischer Fachleute richtet – egal ob noch in Ausbildung, schon etabliert oder gar als Lehrende unterwegs. Ob´s mir gelungen ist, darauf bin ich selber gespannt, es ist gar nicht so einfach, das in Forschung und Entwicklung gewonnenen Wissen gut auf ein breites Publikum zu übertragen. Manches kommt einem dann schrecklich schlicht oder im Gegenzug immer noch zu kompliziert vor. Ich habe dabei einmal wieder bemerkt, wie genial das manche schreibenden Kollegen und Kolleginnen hin bekommen und wie viel Arbeit darin steckt, gerade wenn es sich hinterher so elegant-leicht liest…

Im Buch selbst finden sich drei Fallvignetten von lernenden systemischen Fachkräften, die jeweils prototypische Fragen und Probleme im „systemisch erfolgreich werden“ illustrieren. Plausibilisiert wird das ganze an einem auch graphisch anschaulichen Modell, mit dem Lernende, aber auch Lehrende, die verschiedenen subjektiven und strukturellen Einflussfaktoren auf das Beraten lernen systematisieren können.

Modell subjektorientierter Professionalisierung

 

Dazu gibt es auch Arbeitshilfen – zu der Reihe sollen zusätzliche Ressourcen zum Weiterlernen entstehen, und ich habe einige schriftliche Materialien und Videos in der Pipeline, die dazu gut passen. So können systemisch Lernende (bleibt man das eh nicht ein Leben lang?) mit dem Modell recht genau bilanzieren und reflektieren, warum sie wo genau stehen in der Kompetenzentwicklung – und was sie wie, wo, mit wem und in welcher Form und Menge vielleicht noch lernen könnten, um weiterzukommen.

Neben dem Thema war für mich noch interessant, dass es der erste große Text war, den ich fast komplett (und auch noch auf La Gomera…) auf dem iPad pro geschrieben habe. Das Projekt war also auch ein Experiment in Richtung mehr Digitalisierung in meiner Arbeit. Dieser Teil des Experimentes ist übrigens als voller Erfolg ausgegangen – ich mag das Ding nicht mehr missen, und zusammen mit Pencil und Tastatur ist das iPad pro schlicht genial und für mich ein wirklich vollständiger, organisatorisch und haptisch befriedigender Ersatz für die Stapel an Papier, die in meinem Job anfallen. Das folgt im besten Sinne der Linie „reduced to the max“, und außer der Literaturverwaltung, die es leider bisher tatsächlich nur für Windows- oder OS-Maschinen gibt, habe ich keine einzige Funktion vermisst. Es kommt demnächst also auch ein Blogbeitrag zum iPad pro in der Wissenschaft (keine Sorge, das wird hier trotzdem kein Technikblog…).